Methoden

Gesprächstherapie

Im Rahmen von Gesprächstherapien möchte ich meinen Patienten den Raum geben, Lösungen für schwierige Lebenssituationen oder Umgehensweisen mit belastenden Erfahrungen zu finden.

Alle Erfahrungen und Erlebnisse unseres Lebens, die uns prägen, hemmen oder auch fördern und die maßgeblich unser Verhalten und unseren Lebensweg bestimmen, sind in unserem Unbewussten gespeichert. Nur ein kleiner Teil von dem, der uns so sein lässt, wie wir sind, ist uns bewusst. Das Verhältnis liegt dabei ungefähr bei 80% Unbewusstem und 20% Bewusstem.

Um Blockaden und Traumata aufzulösen oder andere hemmende Verhaltensweisen zu verändern, setze ich in der Gesprächstherapie Hypnose- und Trancetechniken, Formate aus der Neurolinguistischen Prozessarbeit, Elemente aus der systemischen/strukturellen Aufstellungsarbeit und natürlich bestimmte Fragetechniken ein. Dadurch wird es möglich, an unbewusste, teilweise unterdrückte Anteile des Patienten heran zu kommen, sie ihm dadurch bewusst zu machen, um dann zu versuchen, Lösungen für seine Anliegen und Themen zu finden.

Da auch Krankheiten nach dem uralten Wissen der Ayurvedischen Lehre immer nur die Folge bzw. Ausdruck eines aus der Balance gekommenen seelischen Gleichgewichts sind, lassen sich durch diese sogenannte Bewusstseinsarbeit auch sehr gut körperliche und psychische Symptome bzw. Krankheiten auflösen oder zumindest günstig beeinflussen.

Traumatherapie- EMDR

EMDR (Eye movement desensitisation reprocessing) ist eine relativ neue, sehr erfolgreiche Behandlungsmethode in der Traumatherapie, die von Francine Shapiro entwickelt wurde.

Ein Trauma kann sich dann entwickeln, wenn auf einen Menschen ein so massives Geschehen einwirkt, dass sein natürlicherweise vorhandenes Verarbeitungs- bzw. Bewältigungssystem vollkommen überfordert ist. Das Erleben ist „zu viel“, „zu schnell“ und zu „plötzlich“ und geht meist einher mit intensiver Angst, Kontrollverlust, Angst vor Vernichtung und einem Gefühl absoluter Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein.

Die aufwühlenden Bilder, Geräusche, Emotionen und das körperliche Erleiden des Ereignisses hinterlassen dann oft tiefe Spuren im Gehirn. Diese Erinnerungen können dann plötzlich ohne Vorwarnung wieder auftauchen und einhergehen mit starken körperlichen und emotionalen Begleiterscheinungen wie Panikattacken, Angst und vielen körperlichen Stresssymptomen.

Ziel der EMDR- Therapie ist es, die durch ein solches Trauma blockierten körpereigenen Verarbeitungsmechanismen im Gehirn wieder zu aktivieren und damit eine Selbstheilung zu bewirken.

Das wichtigste Element in der EMDR- Therapie sind dabei vom/von der Therapeuten/in angeleitete schnelle horizontale Augenbewegungen (bilaterale Stimulation). Diese Augenbewegungen des/der Patienten/in sind mit den Augenbewegungen in der REM- Phase des Schlafes vergleichbar, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden.

Offenbar werden dadurch die Verarbeitungsprozesse angestoßen, die notwendig sind, um mit dem belastenden Erlebnis auf eine neue Art und Weise umgehen und es anschließend gut verarbeitet in den Erinnerungsspeichern ablegen zu können.

Die EMDR- Therapie erfolgt in 8 Schritten, wobei ein ganz besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, eine vertrauensvolle Umgebung und einen inneren Schutzraum für den/die Patienten/in zu schaffen.

Dadurch wird es dem/der Patienten/in möglich, zusammen mit dem/der Therapeuten/in die alten belastenden Erinnerungen aus sicherer Distanz noch einmal an sich vorbei ziehen zu lassen, währenddessen immer wieder Sequenzen der Augenbewegungen durchgeführt werden.

Die Hauptindikation für das Einsetzen der EMDR- Therapie ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Darüber hinaus können aber auch zahlreiche andere Störungen, die in Folge psychischer Traumatisierungen auftreten mit dieser Methode wirksam behandelt werden, wie z.B. Phobien, Panikstörungen, komplizierte Trauerreaktionen, Substanzabhängigkeiten oder Somatisierungsstörungen.

Laut Gutachten, § 11 PsychThG vom 6. Juli 2006, kann EMDR bei Erwachsenen als Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung als wissenschaftlich anerkannt gelten.

Hypnose und Trance

Jemanden in eine Hypnose zu führen, ist eine Methode bzw. eine Vielzahl bestimmter Vorgehensweisen, die systematisch angewendet werden, um jemanden in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen.

In diesem neuen Bewusstseinszustand ist es auf eine sehr viel leichtere und wirksame Weise möglich, den Patienten mit seinen versteckten, also unbewussten Ressourcen seiner Persönlichkeit in Kontakt zu bringen. Das angestrebte Ziel ist also die Schaffung neuer, unbewusster Wahlmöglichkeiten.

In eine Hypnose zu gleiten und wieder aus ihr heraus, ist vollkommen risikolos und ein freiwilliger Vorgang, bei dem der eigene Wille, etwas zu tun oder auch nicht, in keiner Weise eingeschränkt wird. Ein hypnotisierter Mensch ist sich durchaus seiner selbst und der Vorgänge während der Hypnose bewusst und kann sich hinterher an alles erinnern. Trotzdem wird der hypnotische Zustand als ein veränderter Bewusstseinszustand erlebt, da die Aufmerksamkeit auf die innere Realität gerichtet ist, während die äußere in den Hintergrund tritt.

Um in Hypnose versetzt zu werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Regel wird sie durch den Therapeuten mit einer Entspannungsphase eingeleitet. Verbale Anleitungen helfen dem Patienten, immer ruhiger zu werden und schrittweise die Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Er konzentriert sich auf sich selbst – ähnlich wie bei einer Meditation oder beim autogenen Training. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Hypnose eine Unterstützung durch den Therapeuten gegeben wird, um eine tiefe Entspannung zu erreichen.

Hypnose ist also nichts anderes, als eine künstlich herbeigeführte Trance – im Gegensatz zur spontan eintretenden Alltagstrance, die wir ständig jeden Tag erleben und die vollkommen normal, entspannend, regenerierend und sehr nützlich ist, da sie unter anderem dazu dient, Informationen zu verarbeiten.

Klassische Homöopathie

Begründer der “klassischen” Homöopathie ist der deutsche Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann (1755-1843). Die Bezeichnung Homöopathie entstand aus dem Griechischen und bedeutet homoios = ähnlich und pathos = Leiden.

In der Homöopathie wird der Mensch als Ganzes gesehen, weswegen nicht ein einzelnes Symptom betrachtet bzw. behandelt wird, sondern der ganze Mensch mit Körper, Seele und Geist. Aus diesem Grund werden in der Homöopathie Mittel verwendet, mit denen versucht wird, die Ursache einer gesundheitlichen Störung (unter Berücksichtigung aller körperlichen Symptome sowie des geistigen und seelischen Zustands des Patienten) zu beheben bzw. zu heilen.

Die homöopathischen Mittel dienen dabei als Reiz- und Regulationsstimuli, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren bzw. dem Körper die Möglichkeit zu geben, wieder in seine Regulation bzw. in sein Gleichgewicht zurückzukommen. Die wichtigste Grundannahme ist dabei das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip (Simile-Regel): “Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden” (similia similibus curentur). Danach soll ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Krankheitssymptome hervorrufen kann wie die, an denen der Kranke leidet. Die homöopathischen Mittel werden aus dem Pflanzen-, Tier- u. Mineralienbereich hergestellt und auf eine besondere Art und Weise potenziert, indem sie verdünnt und verschüttelt bzw. verrieben werden.Je häufiger eine Arznei potenziert wird, umso stärker ist ihre Wirkung. Die Verschüttelung oder Verreibung bewirkt dabei vor allem eine so genannte “Dynamisierung” der Arznei, d.h. es werden Informationen des Heilmittels erschlossen, die im Urzustand des Mittels verborgen bleiben.

Neuere Erkenntnisse und Modelle aus der Quantenphysik zeigen immer deutlicher, dass die Mechanismen der Wirkung der homöopathischen Arzneien wissenschaftlich durchaus nachvollziehbar sind.

Bachblütentherapie

Die Bachblüten-Therapie wurde von dem Engländer Dr. Edward Bach entwickelt und basiert auf der Idee, dass die gebundene Energie von Blüten eine regulierende Wirkung auf psychische Zustände des Menschen hat.

Die Bachblütentherapie ist ein Heilverfahren, das sowohl momentane negative Gefühle und Stimmungen mildern als auch über längere Zeit positiven Einfluss auf den eigenen Charakter ausüben kann.

Die Bachblüten heilen keine körperlichen Krankheiten, vor allem nicht, wenn bereits Organschäden vorliegen. Der harmonisierende Einfluss der Bachblüten soll aber Krankheiten vorbeugen und so den Heilungsprozess bei bereits bestehenden Beschwerden unterstützen. Das heißt, dass durch die Wirkung der Blütenessenzen auf den seelischen Zustand auch häufig körperliche Symptome gebessert werden können.

Edward Bach hat 38 Blüten untersucht und beschrieben und sie so genannten 38 verschiedenen “negativen” Seelenzuständen beim Menschen zugeordnet.

Die Blüten werden zur höchsten Blütezeit an bestimmten Plätzen gesammelt, in Quellwasser gelegt und der Sonne ausgesetzt. Dadurch überträgt sich laut Bach die Energie der Blüten auf das Wasser. Das Wasser wird später mit Alkohol haltbar gemacht und kann, meistens verdünnt, eingesetzt werden.

Neuro Linguistische Prozessarbeit (NLP)

NLP befasst sich im weitesten Sinne mit menschlicher Kommunikation und kann als eine Methodensammlung (ausgehend von Erkenntnissen der Linguistik, Neurophysiologie, Verhaltenstherapie, Hypnose, Systemtheorie und Psychologie) für Veränderungsprozesse beim Menschen angesehen werden.

Ziel der Methoden im NLP ist die Aktivierung aller Sinne des Menschen und die Erweiterung seiner Erfahrungen und Gedanken, so dass er für sein Leben gute, neue Wahlmöglichkeiten entdeckt, seine Kraft und Intuition wieder findet und sich seiner eigenen Ressourcen bewusst wird. NLP ist ein Kommunikationsmodell, das ermöglicht, Kräfte und Fähigkeiten von Menschen, die im normalen Leben vorhanden sind, auch beim Auftreten von Schwierigkeiten nutzbar zu machen.

Durch die verschiedenen NLP-Interventionsmuster kann dem Klienten/Patienten geholfen werden, unerwünschte Einschränkungen in seinem Leben zu überwinden, neue Verhaltensmuster zu erlangen und letztendlich auch Krankheiten zu besiegen, die in der Regel nur Ausdruck für ein aus der Balance geratenes seelisches Gleichgewicht sind.

Die Anwendung von NLP-Formaten hilft dem Patienten, sich von alten Gewohnheiten u. begrenzenden Verhaltensmustern, Ängsten, Phobien oder hinderlichen Glaubenssätzen zu befreien.

Ayurveda

Die Ayurveda ist die älteste Heilmethode der Welt. Sie entstand vor ca. sechstausend Jahren in Indien. Das Bemerkenswerte dabei ist, dass diese Heilkunde von Frauen entwickelt wurde und daher ein erhaltendes Element hat.

Ayurveda heißt frei übersetzt: Das Wissen (veda) vom Leben (Ayus). Die ayurvedische Lehre versteht sich als Stammwurzel aller Heilsysteme und definiert sich als “die Weisheit des Körpers, sich seiner Gesundheit erhaltend zu erinnern.” Sie hält seit ihrem Bestehen daran fest, dass Medizin stets Vorsorge sein muss, die um den Menschen und nicht um seine Krankheit kreist.

Die Ayurveda versteht sich eher als ein Lebenskonzept, das im Gegensatz zu westlichen Systemen nicht nur Krankheiten vorbeugen bzw. heilen will, sondern darüber hinaus versucht, eine einfache und umfassende Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu geben.

Krankheit wird in der Ayurveda als Zeichen dafür gewertet, dass der Mensch aus seinem geistig/seelischen Gleichgewicht geraten ist, was in der Folge in einem körperlichen Symptom seinen Ausdruck findet.

In meiner Praxis versuche ich deshalb, zusammen mit meinen Patienten, ganz nach diesen ayurvedischen Grundsätzen mit Hilfe verschiedener Methoden heraus zu finden, was vor dem Erscheinen eines Symptoms oder einer Krankheit für das Ungleichgewicht gesorgt haben könnte.

Biofeedbacktraining

Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode am Schnittpunkt von Medizin und Psychologie. Ein Biofeedbacktraining kann willentlich scheinbar nicht beeinflussbare Körperfunktionen wie z.B. die Hauttemperatur, die Durchblutung oder die Muskelspannung unter die direkte willentliche Beeinflussung des Trainierenden bringen. Grundlage dafür sind die eingesetzten Biofeedbackgeräte, die von der Hautoberfläche aus Signale des Körpers und des Gehirns messen, verstärken, filtern und in sinnvolle, leicht ablesbare digitale Anzeigen und Graphiken umwandeln können. So werden Informationen über Vorgänge im Körperinneren dem Anwender in Echtzeit bewusst gemacht.

Die Philosophie des Biofeedbacktrainings basiert auf zwei grundlegenden Prinzipien:

1. Jede neurologische Funktion eines Menschen, die kontinuierlich überwacht und sichtbar gemacht wird, kann vom Trainierenden unter willentliche Kontrolle gebracht werden.

2. Jede Veränderung im körperlichen Zustand geht mit einer bewussten oder unbewussten Veränderung im geistig-emotionalen Bereich einher und umgekehrt genauso.

Biofeedbacktraining ist also eine besondere Form des Lernens, die zur Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstheilung, besonders z.B. in den Bereichen der Burn out-Symptomatik, der
Stressprophylaxe, bei Migräne, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen eingesetzt werden kann.